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Comenius EduMed Siegel 2010
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Editorial

Vernetzte Sicherheit

Umweltzerstörung und Klimaveränderungen, Kriege und Konflikte, Hunger und Armut bedrohen die Menschen weltweit. Diese Probleme machen nicht an Grenzen halt.

Ein einzelner Staat und traditionelle militärische Mittel können nicht viel ausrichten. Nur gemeinsam können diese globalen Gefahren gebannt werden. Deshalb forschen Wissenschaftler, engagieren sich Hilfsorganisationen, verhandeln Politiker überall auf der Welt für mehr Frieden und Sicherheit. Hoffnungsträger dabei sind internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen.

Polizei, Bundeswehr und Hilfswerke arbeiten im Katastrophenfall zusammen.Polizei, Bundeswehr und Hilfswerke arbeiten im Katastrophenfall zusammen. (Foto: BMVg/Mandt)

Militärische Einsätze allein können Sicherheit und Stabilität in einem Land nicht dauerhaft garantieren. Deshalb heißt der Ansatz deutscher Politik: vernetzte Sicherheit. Seit sieben Jahren engagiert sich Deutschland im Auftrag der Vereinten Nationen in Afghanistan. Unter Beteiligung der Bundeswehr versucht die internationale Staatengemeinschaft, dort Sicherheit für die Bevölkerung zu gewährleisten.

Während die Bundeswehr für ein sicheres Umfeld sorgt, stellen zivile Aufbauhelfer und Experten von Entwicklungshilfeorganisationen, des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie des Auswärtigen Amts die Mittel und das Fachwissen für den Aufbau von Wirtschaft und Verwaltung sowie für den Betrieb von Schulen und Krankenhäusern zur Verfügung.

Mitarbeiter des Bundesministeriums des Innern begleiten die Ausbildung von Polizisten und den Aufbau eines rechtsstaatlichen Systems. Niemals zuvor haben Soldaten und zivile Aufbauhelfer so eng zusammengearbeitet. Die am Einsatz beteiligten Nationen in den anderen Regionen Afghanistans greifen dies auf und verbinden ebenfalls militärische Aktionen mit Hilfsprojekten.

Das Konzept einer vernetzten Sicherheitspolitik spiegelt sich auch im Innern der Bundesrepublik Deutschland wider. Der Bundessicherheitsrat koordiniert die deutsche Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Ständige Mitglieder sind aber nicht nur der Bundeskanzler und der Chef des Bundeskanzleramts, sondern auch die Bundesminister des Auswärtigen, der Finanzen, des Innern, der Justiz, der Verteidigung, für Wirtschaft und Technologie und für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.