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Frieden & Sicherheit-Didaktik & Methodik

Schmuckbild: Lehrerinnen Zur Planung eines schülerorientierten Unterrichts ist der Austausch über Inhalte und Methoden sehr wichtig.

Didaktik & Methodik

Hier erhalten Sie weiterführende Anregungen zum Einsatz von Sozialformen und Methoden zur Bearbeitung der Aufgaben.

Die Materialien und Arbeitsaufträge des Medienpakets „Frieden & Sicherheit“ motivieren dazu, ein breites Spektrum verschiedener Methoden und Arbeitstechniken einzusetzen. Zum Einsatz kommen u. a. unterschiedliche Sozialformen, die Vermittlung von Medienkompetenzen durch Internetrecherche und Analyse der Berichterstattung zu sicherheitspolitischen Themen, Informationsgewinnung mittels journalistischer Medien und sozialer Netzwerke, bewusste Wertereflexion und Positionsbildung, kooperatives Lernen, Übungen zur interkulturellen Kompetenz sowie empirische Informationsgewinnung mit dem Ziel einer differenzierten, begründeten und kriterien- oder kategoriengestützten Urteilsfähigkeit.

 

Unterschiedliche Sozialformen

Die Arbeitsaufträge sind in unterschiedliche Sozialformen gegliedert. Während die Einzelarbeit individuelle Kompetenzen fördert und meist für die schriftlichen Formulierungen (Essay/Erörterung) eingesetzt wird, liegt der Schwerpunkt der Arbeitsaufträge auf kooperativem Lernen und einem gegenseitigen Austausch für die politische Meinungsfindung. Partnerarbeit bietet den Raum für intensiveres Abwägen und detailreichere Ausarbeitungen und kommt meist auch für die Internetrecherche in Betracht. Gruppenarbeit bietet sich an, wenn umfangreichere Rechercheaufträge arbeitsteilig umgesetzt werden sollen. Diskussionen im Plenum simulieren eine öffentliche politische Debattenkultur und stärken die Positionsbildung und Argumentationskunst der Schüler im Wettstreit mit anderen Standpunkten.

 

Präsentations-Techniken - Handouts und Flyer

Nach der Gruppenarbeit dient die Präsentation der Zusammenführung des Wissensstandes in der Lerngruppe und der Vorstellung seiner Arbeitsergebnisse. Hierbei können unterschiedliche Techniken zum Tragen kommen: Flipchart, Whiteboard/Beamer, PowerPoint-Präsentation, Tafelanschrieb oder Referat. Um komplexe Sachverhalte auf das Wesentliche zu reduzieren, entwerfen die Schüler einen Flyer, ein Handout oder einen Steckbrief, in dem recherchierte Kernaussagen und Fakten übersichtlich zusammengefasst werden.

 

Interpretation von Karikaturen

Als Einstieg in die Thematik, oder um eine öffentliche Debatte über umstrittene politische Konzepte zu veranschaulichen, üben sich die Schüler darin, ironische Anspielungen und politische Satire anhand zeichnerischer Elemente zu entschlüsseln und die Intention des Zeichners zu deuten.

 

Visualisierungstechniken: Mindmap/Schaubild entwerfen

Die Visualisierung von Sachverhalten, die eine Vielzahl von Nebenaspekten und vernetzten Zusammenhängen aufweisen, ist ein Mittel der Ergebnissicherung, bspw. nach einem Brainstorming oder einer Diskussion im Plenum. Hierbei können auch Pro- und Kontra-Argumente zu einem Thema als Arbeitsgrundlage für Erörterungen strukturiert gebündelt werden.

 

Pro- und Kontra-Debatte/Streitgespräch abhalten

Viele Arbeitsaufträge im Heft zielen auf eine differenzierte Verarbeitung von aktuellen gesellschaftspolitischen Kontroversen und auf eine Abwägung der vorgebrachten Argumente. Hierbei kann eine Vorrecherche in Gruppenarbeit den Schülern die notwendigen Fachkompetenzen vermitteln. Die Schüler können hier eine eigene Position vertreten oder in Form einer Podiumsdiskussion oder Talkshow im Rollenspiel gezielt Positionen von Interessenvertretern erarbeiten.

 

Positionsline/Streitlinie bilden

Diese Methode ist effektiv als Vorher-Nachher-Szenario: Die Schüler bilden eine Positionslinie, bevor sie sich intensiver mit einem Sachverhalt beschäftigen. Nach der Erarbeitung von Hintergrundinformationen und Argumenten bilden die Lernenden die Positionslinie erneut und erschließen Gründe, warum sich das Meinungsbild geändert hat oder in seinem Anfangsstadium verblieb.

 

Selbstreflexion/Perspektivwechsel

Einige Inhalte in diesem Heft betreffen die Lebenswelt der Schüler unmittelbar: Bundesfreiwilligendienst, das Gefühl der Bedrohung durch Terrorismus und Extremismus, das eigene Sicherheitsbedürfnis oder emotional bewegende und stark polarisierende aktuelle Geschehnisse. Die Schüler reflektieren ihre Werte, Wahrnehmungs- und Deutungsmuster, oder nehmen einen Perspektivwechsel bspw. zur interkulturellen Sensibilisierung vor.

 

SWOT-Analyse

Mithilfe dieses Management-Instruments zur Positionsbestimmung und Strategieentwicklung können die Schüler Stärken, Schwächen, Chancen und Gefahren friedens- und sicherheitspolitischer Maßnahmen analysieren und in tabellarisch übersichtlicher Form als Ergebnissicherung festhalten.

 

Interview/Straßenumfrage

Als Element einer empirisch-sozialwissenschaftlichen Methode der politischen Bildung gewinnen die Schüler Fachwissen durch eine Expertenbefragung, holen sich Erfahrungswissen von Handelnden vor Ort ein oder ermitteln schlaglichtartig das Meinungsbild der Bevölkerung.

 

Recherche: Internet/journalistische Medien/Soziale Netzwerke

Alle angesprochenen Themen zur Sicherheits- und Friedenspolitik haben eine Entsprechung im aktuellen politischen Geschehen und werden in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Die Schüler nutzen die Kontroversen in journalistischen Medien, Blogs und sozialen Netzwerken, um sich auf den aktuellen Stand zu bringen und Standpunkte politischen Lagern und Wertvorstellungen zuzuordnen. Sie interpretieren Schlagzeilen und (Leser-)Kommentare und werden so in die Lage versetzt, die Berichterstattung zu verfolgen, zu verstehen und zu bewerten.

Blick ins Heft

Schülermagazin 2015/2016

Das aktuelle Schülermagazin Frieden & Sicherheit können Sie als E-Book ansehen und als PDF-Datei herunterladen.

Nachschlagen

Hier finden Sie eine kommentierte Linksammlung zu Themen der Friedens- und Sicherheitspolitik sowie zu weiterführenden Angeboten der schulischen und außerschulischen politischen Bildung.

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